Schwierigkeiten und Bauverzögerungen in der Ukraine

von Philipp am 19. März 2012 · 2 Kommentare

Nicht einmal mehr drei Monate und die Fußballeuropameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine beginnt. Doch wie so oft vor sportlichen Großereignissen, so liegen die Bauarbeiten an Stadien und Infrasturktur auch diesmal wieder hinter dem Zeitplan zurück, während parallel die Kosten aus dem Ruder laufen. Das war In jüngerer Vergangenheit bei den Olympischen Sommerspielen in Athen, bei der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika und bei den Winterspielen in Turin der Fall und geschieht nun auch bei der EURO 2012.

Olympiastadion in Kiew

Schmuckstück in der ukrainischen Hauptstadt: Das Olympiastadion in Kiew für fast 600 Mio. Euro

Mehrere Medien berichten über größte Finanzierungsprobleme in der Ukraine. So würden veranschlagten Kosten von etwa 3,2 Milliarden Euro bei Weitem übertroffen. Von der vierfachen Summe ist die Rede. Um die immensen Ausgaben für Stadionbauten, südkoreanischen Zügen, Straßenbau und so weiter zu finanzieren, würden Staatsangestellte wie Lehrer und Krankenschwestern bereits seit Januar Teile ihres Gehalts vorenthalten, berichten die Bild-Zeitung und fussballheute.at. Außerdem, so heißt es weiter, würden Gelder aus einem Projekt zugunsten Holocaust-Überlebender abgezogen.

nordbayern.de berichtet, dass die UEFA für das EM-Turnier etwa eine Million Besucher in die Ukraine erwartet. Um der Problematik fehlender Hotelkapazitäten in den EM-Spielorten beizukommen, wird in Lemberg ein Studentenwohnheim der Universität renoviert, so die Bild. Im dortigen Stadion trägt die Deutschland deutsche Nationalmannschaft zwei ihrer Vorrundenspiele aus. Am 9. Juni findet die Partie gegen Portugal Portugal, sechs Tage später trifft das DFB-Team dort auf Dänemark Dänemark. Immerhin, die circa 220 Millionen Euro teure und 34.915 Zuschauer fassende Arena Lwiw ist fertig und wurde im Oktober 2011 eingeweiht.

Die Fußballverbände aus Dänemark Dänemark und Schwenden Schweden haben offenbar andere Lösungen gefunden. So heißt es bei nordbayern.de, dass die Anhänger der beiden Auswahlmannschaften auf großen provisorischen Zeltplätzen untergebracht werden sollen. Lemberg soll zehntausend Plätze für dänische Fans stellen, während Kiew sogar Kapazitäten für sechzehntausend Schweden zur Verfügung stellen soll.

Vorheriger Beitrag:

Nächster Beitrag: