Geschichte der Europameisterschaft – Die 60er Jahre

von Alex am 8. März 2012 · 0 Kommentare

Ein Denkmal für Lev Yashin, der Torwartlegende der Sowjetunion

30 Jahre nach der ersten Fussball-Weltmeisterschaft fand 1960 auch die erste Fussball-Europameisterschaft statt. Mit diesem Artikel beginnt die Serie über die Geschichte der Europameisterschaften und natürlich fängt Sie mit den 60er Jahren an.

Europameisterschaft 1960 in Frankreich

Die erste Europameisterschaft 1960 hatte nur wenig mit dem heutigen Modus zu tun. Viele Länder darunter Italien, England und auch Deutschland hatten am Anfang kein Interesse an diesem Wettbewerb und nahmen an der ersten Version der Europameisterschaft nicht teil. An der ersten EM 1960 nahmen 17 Mannschaften teil, die im direkten KO-Modus die letzten 4 Teilnehmer ausspielten, die dann schließlich bei der EM Endrunde 1960 in Frankreich in 2 Halbfinalpartien ausgelost wurden. Der Gastgeber Frankreich wurde aus den 4 qualifizierten Mannschaft ausgewählt, neben Frankreich waren die Jugoslawien, die Sowjetunion und die Tschechoslowakei. Die DDR scheiterte im Achtelfinale an Portugal. In den Halbfinalpartien setzte sich schließlich die Sowjetunion mit 3:0 gegen die Tschechoslowakei und Jugoslawien mit 5:4 gegen Frankreich durch und trafen im Finale aufeinander.

Im Spiel um Platz 3 gewann die Tschechoslowakei mit 2:0 gegen Frankreich während die Sowjetunion der erste Europameister mit einem 2:1 Sieg nach Verlängerung gegen Jugoslawien wurde. Bekanntester Spieler der Sowjetunion war Torwartlegende Lev Yashin.

Europameisterschaft 1964 in Spanien

Wie 4 Jahre zuvor wurde der Gastgeber erst wieder bestimmt, nachdem die letzten 4 Teilnehmer feststanden und diesmal fiel die Wahl auf Spanien. Weiterhin konnten sich Ungarn, Dänemark und der Titelverteidiger die Sowjetunion für das Halbfinale qualifizieren. Deutschland hatte immer noch die Teilnahme verweigert, da Bundestrainer Sepp Herberger die Teilnahme an diesem “Europapokal der Nationen” als Zeitverschwendung empfand und sich lieber auf die alle vier Jahre stattfindende Weltmeisterschaft konzentrierte. Die DDR scheiterte erneut im Achtelfinale, diesmal an Ungarn. In den Halbfinalpartien setzte sich Spanien mit 2:1 nach Verlängerung gegen Ungarn und die Sowjetunion mit 3:0 gegen Dänemark durch. Im Spiel um Platz 3 gelang Ungarn ein 3:1 Sieg nach Verlängerung über Dänemark, während Spanien der zweite Europameister mit einem 2:1 Sieg über den Titelverteidiger von 1960 die Sowjetunion wurde.

Europameisterschaft 1968 in Italien

1968 wurde zum ersten Mal der Begriff “Europameisterschaft” anstatt dem “Europapokal der Nationen” benutzt. Der Qualifikationsmodus musste auch angepasst werden, da diesmal fast alle europäischen Ländern, auch Deutschland, an dem Turnier teilnehmen wollten. Es wurden zuerst 8 Gruppen eingeteilt, in denen jeweils der Gruppenerste das Viertelfinale erreichte. Die Sieger der Viertelfinalpartien qualifizierten sich dann erneut für die EM-Endrunde. Italien wurde unter den letzten 4 als Gastgeber ausgewählt. Neben Italien qualifizierten sich noch Jugoslawien, England und die Sowjetunion. Titelverteidiger Spanien scheiterte im Viertelfinale an England, während Deutschland nur Gruppenzweiter Jugoslawien wurde. Die DDR wurde Gruppenzweiter hinter Ungarn und verpasste auch das Viertelfinale.


In den Halbfinalpartien setzte sich Gastgeber Italien nach einem torlosen Unentschieden nach Verlängerung via Münzwurf gegen die Sowjetunion durch, was zur Folge hatte, dass das Elfmeterschießen bei späteren Turnieren eingeführt wurde. Jugoslawien besiegte im zweiten Halbfinale England mit 1:0 und zog neben den Italienern ins Finale ein. Im Spiel um Platz 3 setzte sich England mit 2:0 gegen die Sowjetunion durch, während Italien im Finale den Europameistertitel nach einem 2:0 Sieg in einem Wiederholungsspiel gegen Jugoslawien gewann, nachdem die erste Partie nach 120 Minuten mit 1:1 nach Verlängerung endete.

Wer das ganze Spiel Italien gegen Jugoslawien mit Spielern wie Dino Zoff, Luigi Riva und Roberto Rosato der kann dies hier zum Abschluss tun.

Foto: Aborisov

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