Abendliches Scheibenschießen in Basel – Spielbericht Schweiz gegen Deutschland

von Philipp am 26. Mai 2012 · 1 Kommentar

All zu häufig enden Testländerspiele der Deutschland deutschen Fußballnationalmannschaft in zähen und torarmen Partien. Nicht so am heutigen Abend gegen die Schweiz. In Basel fielen sage und schreibe acht(!) Tore. Dabei scheint das neue grüne Auswärtstrikot kein Glück zu bringen, denn nach der 1:2-Niederlage gegen Frankreich setze es diesmal ein 3:5 gegen die Eidgenossen.

Joachim Löw

Bundestrainer Joachim Löw hat noch viel Arbeit vor sich - vor allem in Sachen Defensive

Das Team von Joachim Löw, das ohne die acht Spieler des FC Bayern München auskommen musste, trat mit einer Aufstellung an, die so ganz sicher kein weiteres Pflichtspiel bestreiten wird – nicht nur, weil das Ergebnis und vor allem die Abwehrleistung mehr als nur zu wünschen übrig ließ, sondern weil mit Neuer, Lahm, Schweinsteiger und Badstuber vier sichere Stammelfkandidaten vom Sofa aus zusahen.

Vor Torhüter Marc-André Ter Stegen, der statt wie zuvor angekündigt Tim Wiese im Kasten stand, sollten es Benedikt Höwedes, Per Mertesacker, Mats Hummels und Marcel Schmelzer richten. Sollten. Denn bei fünf Gegentoren ging offenkundig so einiges schief. Mertesacker kam ein ums andere Mal zu spät. Aber auch Linksaußen Schmelzer erwischte alles andere als einen guten Tag und war am 4:2 durch Lichtsteiner nicht unschuldig.

Reus DFB Away Trikot Grün

Marco Reus' Trikot beim heutigen Spiel

Im Mittelfeld begannen neben den Spanienlegionären Sami Khedira und Mesut Özil Neu-Londoner Lukas Podolski, André Schürrle und Mario Götze. In der zweiten Hälfte begann munteres Durchwechseln mit Marco Reus (der immerhin ein Tor erzielen konnte), Julian Draxler (dessen Vorbereiter), Ilkay Gündogan sowie die Zwillinge Lars und Sven Bender. Schließlich durfte auch noch Cacau für Miroslav Klose auf den Rasen.

Die ersten drei Treffer für die Schweizer besorgte Derdiyok. 1:0 in der 21. Spielminute. Nur zwei Minuten später klingelte es zum 2:0 und in der 50. Minute fiel das 3:1. Zwischenzeitlich hatte Mats Hummels per Kopfballtreffer für den 1:2-Anschluss gesorgt. In der 64. gelang Schürrle erneut der Anschluss, doch wie erwähnt baute Lichtensteiner die Führung der in rot spielenden Schweizer wieder aus. gut fünfzehn Minuten vor Ende der Partie besorgte Reus das 3:4 bevor Mehmedi vier Minuten später den 5:3-Endstand besorgte.

Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass sich wohl kaum ein Spieler ins Team spielen konnte. Vielmehr könnte es sein, dass sich der ein oder andere aus dem Kader gespielt hat.

Foto: Thomas Holbach

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